Ratgeber

KI von null: deine erste Stunde mit KI

Du hast noch nie mit einem KI-Programm gearbeitet? Dann bist du in guter Gesellschaft – und genau richtig hier. Diese Anleitung bringt dich in einer Stunde von null zur ersten Aufgabe, die dir wirklich Zeit spart.

Von Marvin Pirner · Stand: September 2026 · Lesezeit ca. 3 Min.

Das Wichtigste in Kürze
  • Du brauchst nur einen Rechner oder ein Handy und eine E-Mail-Adresse.
  • Die meisten KI-Programme kannst du kostenlos ausprobieren.
  • Schreib der KI so, wie du einem neuen Mitarbeiter eine Aufgabe erklärst.
  • Kundendaten bleiben draußen.

Was ist so ein KI-Programm eigentlich?

Ein KI-Programm wie ChatGPT, Claude oder Microsoft Copilot ist im Grunde ein sehr belesener Assistent, mit dem du schreibst wie in einem Chat. Du stellst eine Frage oder gibst eine Aufgabe, und er antwortet in ganzen Sätzen. Er kann Texte entwerfen, zusammenfassen, umformulieren, erklären und Ideen liefern. Was er nicht kann: wissen, was in deinem Betrieb los ist – das musst du ihm sagen. Und er kann sich irren. Deshalb gilt immer: Die KI macht den Entwurf, du entscheidest.

Schritt 1: Programm auswählen und Konto anlegen (10 Minuten)

  • Nimm für den Anfang eines der bekannten Programme, zum Beispiel ChatGPT, Claude oder Microsoft Copilot. Für den Einstieg sind sie sich ähnlich; welches langfristig zu dir passt, merkst du beim Arbeiten.
  • Lade die App auf dein Handy aus dem offiziellen App Store oder öffne die Internetseite des Anbieters am Rechner. Achte auf den richtigen Anbieter – es gibt Nachahmer.
  • Lege ein Konto mit deiner E-Mail-Adresse an. Die kostenlose Version reicht zum Ausprobieren.

Schritt 2: Zwei Einstellungen, bevor du loslegst (5 Minuten)

  • Such in den Einstellungen den Bereich zum Datenschutz oder zu den Daten. Bei vielen Programmen kannst du dort abschalten, dass deine Eingaben zum Verbessern der KI verwendet werden. Schalte das ab.
  • Merk dir eine Regel: Namen, Adressen, Telefonnummern, Gesundheitsdaten und Geschäftsgeheimnisse gehören nicht in die KI. Schreib stattdessen „Kunde A“ oder „[Adresse]“. Mehr dazu im Artikel ChatGPT und Datenschutz.

Schritt 3: Deine erste Aufgabe (20 Minuten)

Nimm eine echte Aufgabe, die dich diese Woche nervt. Zum Beispiel eine Antwort auf eine Kundenanfrage. Schreib der KI so, wie du es einem neuen Mitarbeiter erklären würdest: was, für wen, wie lang, in welchem Ton.

Schreib eine freundliche Antwort an einen Kunden, der nach einem Termin fragt. Wir haben nächste Woche Dienstag und Donnerstag Vormittag frei. Du-Form, höchstens fünf Sätze.

Gefällt dir die Antwort nicht ganz? Dann sag es einfach: „Kürzer und etwas herzlicher.“ Das ist der wichtigste Trick überhaupt: nachbessern lassen, statt neu anzufangen.

Schritt 4: Drei Aufgaben zum Üben (20 Minuten)

Text verbessern

Kopiere einen eigenen Text hinein, ohne Namen.

Verbessere diesen Text: klarer, freundlicher, ohne Fehler. Inhalt nicht ändern: [Text]

Zusammenfassen

Fass diesen Text in fünf Stichpunkten zusammen, verständlich für jemanden ohne Vorwissen: [Text]

Ideen sammeln

Ich habe einen [Art des Betriebs] in [Ort]. Gib mir zehn Ideen, wie ich Stammkunden im Herbst eine Freude machen kann.

Die fünf häufigsten Anfängerfehler

  1. Zu knappe Aufgaben. „Schreib eine Mail“ reicht nicht. Sag, an wen, worum es geht und wie lang.
  2. Alles glauben. Die KI formuliert überzeugend, auch wenn etwas falsch ist. Zahlen, Fakten und Rechtliches immer prüfen.
  3. Nach dem ersten Versuch aufgeben. Nachbessern lassen ist normal.
  4. Echte Kundendaten eingeben. Platzhalter verwenden.
  5. Zu viel auf einmal wollen. Fang mit einer Aufgabe an, die jede Woche wiederkommt.

Und dann?

Such dir eine Aufgabe, die jede Woche wiederkommt, und mach sie zwei Wochen lang mit KI. Speichere dir die Aufgabenbeschreibungen, die gut funktionieren, als Vorlage. So wird aus dem Ausprobieren eine Gewohnheit.

Wenn du das lieber gemeinsam machst: Im KI-Kennenlernen richten wir alles an deinem Gerät ein und lösen deine ersten Aufgaben zusammen. → Zum KI-Kennenlernen

Häufige Fragen

Kostet das etwas?

Zum Ausprobieren nicht. Bezahlte Versionen gibt es als Monatsabo und lohnen sich meist erst, wenn du die KI regelmäßig nutzt.

Brauche ich Englisch?

Nein. Die bekannten Programme verstehen und schreiben Deutsch.

Kann ich etwas kaputt machen?

Nein. Im schlimmsten Fall ist eine Antwort nicht brauchbar, dann fragst du neu.

Lieber gemeinsam anfangen?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, womit du in deinem Betrieb startest.

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